Die Albmetropole ist politisch, obwohl sie sich größtenteils um unpolitische Sachen (wie Konzertberichte, Katzenbilder, gute Weggehmöglichkeiten, veganen Döner) dreht. Das wiederum ist in sich selbst erstaunlich politisch.

Die Albmetropole ist antisexistisch und huldigt gleichzeitig vielen Formen der Sexualität, nämlich all denen, die einvernehmlich zwischen erwachsenen Leuten aller Geschlechter stattfinden. Sie sieht sich als befeindet an mit Leuten, die ihre eigene Sexualität als Standard allen anderen aufdrängen wollen, besonders, wenn irgendwo Begriffe wie „normal“, „biologisch“ oder „Gott“ vorkommen.

Die Albmetropole ist pro Aufklärung, was heißt, dass Verschwörungstheorien, Esoterik, Religion und ähnliche Shenanigans und Tomfooleries nur spöttisch und ablehnend besprochen werden.

Die Albmetropole ist antielitär, obwohl den Beteiligten bewusst ist, dass sie allein schon aufgrund ihres Internetzugangs in einer gewissen Weise gegenüber einem Teil der Gesellschaft privilegiert sind.

Die Albmetropole hat ein Problem mit mackerhaftem Gehabe, Antisemitismus, Antiziganismus, Homophobie, Sexismus, Rassismus, Klassismus, Nationalismus und dergleichen albernen Konstrukten. Gleichzeitig sieht sie Zensur als etwas, was übermächtige Staaten und Institutionen tun, weswegen sie nicht zögert, aggressive und menschenfeindliche Kommentare trotz des ganzen Mimimis um Meinungsfreiheit zu löschen [Disclosure: Wir sind kein Staat, höchstens eine machtlose Institution, die mehr gemeinsames Feiern ermöglichen möchte.]

Die Albmetropole schreibt nichtsdestotrotz über Alltagssituationen in Karlsruhe, über Konzerte in der Stadt, sie steht nicht über Trivialem, sympathisiert mit Katzenbildern und listet all die zuvor genannten Punkte als Disclaimer gegen beleidigte Menschen auf.